Lakewood…
... das klingt nach dem amerikanischen Nordwesten, nach satten Wiesen und Auenlandschaften und nach dichten Wäldern, die in einem lichten Tal unter einem blauen Himmel mit bauschigen weißen Wolken einen versteckten See preisgeben. Der See spiegelt die Weite des Himmels wieder und mit einem Steinwurf bringt man ihn in Wellenbewegungen zum schwingen… Und die Schwingungen breiten sich kreisförmig im ganzen Tal aus wo sie wie ein Echo sanft ausklingen.
So oder ähnlich sehen Gitarristen und Musiker auch das Bild der Lakewood Gitarre, die allerdings ganz und gar nicht in Amerika zu Hause ist. Nein, diese Gitarren kommen aus Giessen in Deutschland, gebaut in der Werkstatt der Firma Lakewood, die 1986 von Martin Seeliger gegründet wurde und noch heute dort geführt wird. Selbstverständlich weckt diese Gitarre in uns das Gefühl, einmal durch diese Landschaften zu ziehen, frei und unabhängig zu sein und sich vielleicht doch an diesem imaginären See zu Hause zu fühlen.
Doch wie kam es zu Lakewood, was zeichnet diese Gitarren aus und was unterscheidet sie von anderen?
Martin Seeliger, Inhaber von Lakewood Guitars begann im Jahr 1979 mit dem Gitarrenbau. Nach Jahren der Ausbildung und vielen Stationen in verschiedenen Werkstätten machte er 1984 seinen Meister im Zupfinstrumentenbau. 1986 gründete er Lakewood und begann mit dem Bau von Lakewood Gitarren. Getrieben von neuen Ideen und Vorstellungen veränderte sich die Gitarre in den ersten Jahren zusehends. Anfänglich wurden nur Dreadnought-Modelle gebaut, das Spektrum wurde aber schon bald durch eine Grand Concert, eine Auditorium und eine Jumbo-Form erweitert. Getreu dem Leitspruch, das Gute zu Gunsten des Besseren zu riskieren, entwickelten sich langsam die nunmehr typischen Lakewood Merkmale. Martin Seeliger fand Innovation und Unterstützung in der langjährigen Entwicklung, bei seinen Mitarbeitern, die ausschließlich aus dem Holzhandwerk und dem Zupfinstrumentenbau kommen.
Die Modellreihe besteht aus den 4 Grundformen: Dreadnought, Grand Concert, Auditorium und Jumbo. Neben den Serienmodellen stehen eine breite Auswahl an Hölzern und Ausstattungsoptionen zur Verfügung. Die schlichten Kopfplatten wirken dezent, bescheiden und doch sind sie markant und einprägsam. Das in der Mitte befindliche Logo ist unverkennbar.
Die Linien der Gitarren sind klassisch und auf das Wesentliche konzentriert. Der Boden hat eine auffällig starke Wölbung und die Zargen sind in Richtung des Halsansatzes sichtbar konisch zulaufend. Die Gitarrendecke ist ebenfalls etwas stärker gewölbt als man es von anderen Gitarren gewohnt ist. Diese Eigenschaften tragen einen Großteil zum charakteristischen Lakewood-Sound bei. Holzstärken sowie Beleistung der Decke und des Bodens sind ebenfalls wichtige Faktoren der Klangbildung. Die Schallloch-Verzierung ist einzigartig und identifiziert jede Lakewood sofort. Um einen als Ganzes eingesetzten Holzkern herum laufen zwei Perlmutt-Ringe mit Holzspänen.
Der Hals ist stets aus einem Stück Mahagony gefertigt und bietet mit seinem Profil eine Einladung zu verschiedensten Stilistiken. Schlank, um dem Spieler einen komfortablen „Grip“ zu gestatten, ihm Kraft zu sparen und flinke Bewegungen zu ermöglichen, und trotzdem noch stark genug, um dem Klang zu komplimentieren und die Komponente der Tonbildung nicht zu vernachlässigen.
Lakewood baut vornehmlich mit klassischen Instrumentenbauhölzern, offeriert aber auch einige Exoten. Mahagony, Palisander, Ovankol, Ahorn und Ebenholz sind typische Hölzer, Cocobolo, Zirikote oder Macassar-Ebenholz sind sicher seltener zu finden, jedoch bei Lakewood fest im Programm.
So vielseitig die Ausstattung der Gitarren, so weit ist auch das Einsatzgebiet. Inzwischen hat Lakewood viele neue Gesichter dazu gewonnen, denn diese Gitarren spielen das, was ihnen der Gitarrist abverlangt – erhaben über jedes Genre. Und so findet man Lakewood Gitarren im Bereich des Blues, Folk, Bluegrass, bei Songschreibern, Fingerpickern und Solointerpreten, im Bereich des Rock und Pop, oder in der Klassik wieder.
www.lakewood.de